Die Dorfburg

Die Dorfburg, hier ist seit nunmehr 30ig Jahren das Büro des Jugendwerks Zuhause. Sie thront auf dem Dorfberg – daher auch der Name – im Obersulmer Ortsteil Affaltrach. Jedoch erinnert das altehrwürdige Gemäuer eher an ein übliches Wohnhaus, als an eine mittelalterliche Burg. Wahrscheinlich soll die Bezeichnung Burg das Alter des betagten Bauwerkes beschreiben.

Im Erdgeschoß befindet sich das ehemalige Kulturcafe Sapperlot, das mittlerweile seinen Betrieb einstellen musste. Doch das heisst noch lange nicht, dass im Sapperlot Ruhe eingekehrt ist. Seit 2007 findet hier einmal im Monat der d’JEGO (der Junge Erwachsenen Gottesdienst) statt. Und nach mehreren Umbauten, einem nagelneuen Boden und einer schönen Theke bietet das Sapperlot auch wieder ein Ambiente, dass zum verweilen einlädt.

Doch jetzt: Aus und vorbei. Wenn der Besucher die traute, ruhige Sapperlotatmosphäre hinter sich lässt und im ersten Stock ankommt, spürt er: “Hier spielt die gegenwärtige Musik des Jugendwerks”. Es sind die Büroräume, die Ritterinnen und Ritter der Neuzeit treiben hier ihr Unwesen. Telefonieren, Emailen, kopieren, organisieren, besprechen und vorbereiten: Das ist die Welt der JugendreferentInnen. Hier werden Programme und Projekte für die Jugend von heute geschustert. Und trotz aller Arbeit: Für ein persönliches Gespräch bei Tee oder Kaffee nehmen sich die Hauptamtlichen immer Zeit. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer wurde 2007 das komplette Bürogeschoß umgebaut um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Auch die neu gestalteten Büroräume laden immer wieder gerne zu einem Schwatz mit den Jugendreferenten ein.

Steigt der Besucher nun in den zweiten Stock hinauf, erreicht er die Kapelle des Hauses. Ein schlichtes Holzkreuz schmückt den Raum, der schon so viele Andachten oder neudeutsch Inputs erleben durfte. Der Blick aus dem Fester ist herrlich.Und wieder kommt der Name Burg zurück ins Gedächtnis: Einen solchen Ausblick über das Tal gibt es nur auf einer Burg. Dagegen gleicht das Materiallager im Vorraum der Kapelle – gerade vor Sommerfreizeiten – eher einer Rumpelkammer: Kerzen, Fußbälle, Liederbücher und ähnliche Gegenstände warten auf ihren Einsatz bei Freizeiten in ganz Europa. Geschützt nur durch einen Zettel der warnt: “Bitte liegen lassen und nichts weg nehmen”. Erst nach den Sommerferien lichten ordnende Hände dieses Chaos und auch hier tritt wieder die gewohnte Ruhe einer Burg ein.